Auf der Suche nach dem Glück

Hallo Raketen,

Und habt ihr den Januar gut überstanden? Blieb trotz höherer Krankenkassenbeiträge und den gefühlten 10.000 Euro an KFZ-Steuern noch was für’s Feiern übrig? Also, hinter mir liegen schon wieder ein paar Partys und ich muss sagen, es ist doch immer wieder das Gleiche.. Also warum macht man das eigentlich ständig? Reicht es nicht langsam mal?

Ich erzähle euch mal wie das bei mir so abläuft.. Samstagnachmittag sehe ich noch aus wie Frau Flodder höchstpersönlich. Gegen 17 Uhr lege ich mich nochmal für ein kurzes Nickerchen auf die Couch, denn sonst würde ich die Partynacht nicht mehr durchhalten. Ich bin ja keine 20 mehr.

Ab 20 Uhr stehe ich im Bad und lade die Schminkkanone, die ich mir dann mit Schmackes ins Gesicht pfeffere. Und tadaaa, ich sehe wieder aus wie ein Mensch. Das kann man mit einer Verwandlung in der früheren Miniplaybackshow vergleichen – so ‚ne Zauberkugel fetzt.

Gegen 22Uhr treffe ich mich dann meistens mit meinen Freundinnen, die gerade genau das Gleiche Prozedere hinter sich gebracht haben.

Man lächelt sich ins geschminkte und mittlerweile ansehnliche Gesicht und stößt mit dem ersten Vodka Cola an. Prost!

Darauf folgen 2 weitere Drinks und eine halbe Schachtel Zigaretten. Gegen 0 Uhr geht’s los, wir nehmen noch eine Flasche für unterwegs mit, denn man könnte ja auf der 20 minütigen Fahrt zur Partylocation verdursten.

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Hat man sich dann in der Schlange vor dem Club eingereiht, seine 10€ Eintritt bezahlt oder seinen Namen auf der Gästeliste abhaken lassen und der netten Garderobenfrau seine Jacke gegeben, kann’s auch schon losgehen. Wohin? Natürlich zur Bar – ich versteh die Frage nicht. Vodka Cola. Ok. Das wird nicht die Letzte gewesen sein.

Und dann gehts ab auf die Tanzfläche. Shake what your mama gave ya. Ich shake also so vor mich hin und merke plötzlich wie das Glück in mir hochsteigt. Alles ist laut, dunkel, ein wenig dreckig. Ich rieche Zigarettenqualm und Gras. Ich höre das Partyvolk schreien und merke wie auch in mir ein ‚yeah‘ aufsteigt. Ich schließe die Augen und lasse es raus. Dann kommt der Bass und ich fange an zu grinsen.

Achja, deswegen macht man das ständig. Auch wenn es sich jedes Mal ähnelt, aber im Endeffekt mache ich es immer wieder damit die Endorphine wieder rauskommen und mir einen Abend der Unbeschwertheit schenken.

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Gegen früh um 8 Uhr verlasse ich dann den Club. Wenn wir noch Geld haben und nicht alles versoffen haben, dann fahren wir mit dem Taxi nach Hause. Ansonsten wird gelaufen oder mit der Bahn gefahren. Zuhause angekommen sehe ich sie wieder im Spiegel. Frau Flodder schaut mir entgegen. Wirres Haar, verschmierte Schminke, vollkommen am Ende. Aber sie grinst.

Habt einen vantastiquen Februar. <3

Dieser Artikel ist in meiner Freshguide Kolumne erschienen.