Das Gesetz der Straße

Hallo Raketen,

ich habe in letzter Zeit ein wenig mein Stadtviertel beobachtet. Anscheinend gelten manchmal in der Südvorstadt andere Regeln. Hier sitzt man eben auf dem Bordstein und trinkt Radler oder trifft sich vor dem Späti auf eine Zigarette. Das sind die positiven Seiten, aber anscheinend denken manche Leute, dass sie auf nichts und niemanden hören müssen.

Machen wir uns nichts vor – wir brechen alle gerne mal die Regeln. Man wird ja wohl mal ein bisschen auf die Kacke hauen dürfen. Aaaaaber – und ich bin jetzt nicht der Spielverderber – wenn ich euch mit erhobenen Zeigefinger sage, dass man gefälligst an einer roten Ampel stehen bleibt.

Und zwar geht es um: Radfahrer vs. Autofahrer. Ich fahre seit 6 Jahren jeden Tag mit dem Rad in die Innenstadt und es ist nicht übertrieben, wenn ich euch sage, dass ich schon fast 8537230942 Mal gestorben wäre.

Ich bin wirklich ein netter Radfahrer. Ich fahre (fast) nie über rote Ampeln, beachte die Verkehrsregeln, habe immer Licht am Rad und bin meistens sehr freundlich. Aber ein Unschuldlamm bin ich natürlich auch nicht. Ich trage z.B. keinen Helm – da geht doch die Frisur kaputt, das geht nicht. Meistens höre ich über Kopfhörer laut Musik und entertaine auch gerne mal die Karli, wenn ich wieder laut Britney Spears mitsinge. Kann man gut finden, muss man aber nicht. Aber alles in allem bin ich recht friedlich, es sei denn die Autofahrer fangen an zu stänkern…

Ich kenne alle Radwege von unserem schönen Leipzig auswendig. Ich kenne die gefährlichen Stellen wo man einen Radfahrer schon mal schnell übersehen kann. Wahrscheinlich deswegen, weil es mich an jeder Stelle schon mal fast erwischt hätte.

Dass Autofahrer keinen Schulterblick machen wissen wir ja alle, aber manchmal reicht es mir. Wenn mich mal wieder jemand fast umgenietet hätte, dann haue ich auch gerne mal mit der flachen Hand an’s Heck damit sich der Fahrer auch ordentlich erschreckt. #bäm Kraftausdrücke würde ich natürlich nie verwenden.

Aber ich sage euch – es gibt auch wirkliche Arschlochradfahrer, die den Autofahrern die Vorfahrt nehmen, schwarz gekleidet und ohne Licht rumfahren und denken, dass nur ihnen die Straße gehört. Und anscheinend wohnen diese Rüpel vermehrt im Süden von Leipzig. Warum? Gelten im Süden keine Regeln? Da hätte mich aber wirklich mal jemand aufklären können als ich dahin gezogen bin. Dann wäre ich doch ganz anders an die Sachen rangegangen …

Fazit: Wollen wir uns nicht alle vertragen und ein bisschen mehr aufeinander Acht geben? #hätteichbockdrauf

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vantastique Grüße

Eure Sophie

P.S. Immer schön einen Helm tragen. Zumindest dann wenn ihr einen Bad Hair Day habt – das reicht.