Liebe, Schnaps & Rock ‚n‘ Roll

Hallo Raketen,

ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter mir. Davon möchte ich euch gerne ein wenig erzählen…

Damals – als ich noch jung war – hatte ich mal eine extreme Rock-Phase. Von Korn bis hin zu Marilyn Manson war alles dabei. Dieser Abschnitt ging circa ein Jahr, bevor meine Hip Hop Phase eingeläutet wurde. Ziemlich krasser Cut, aber ok.

Jetzt bin ich ja eher so die Techno-Uschi, aber mein kleines Rockerherz schlägt mittlerweile immer lauter. Vielleicht liegt es daran, dass ich bei meinem Umzug vor kurzem meine alten CD’s von vor 10 Jahren wieder gefunden habe. Die gehen sogar noch. Fetzt. Seitdem höre ich sie rauf und runter.

Wisst ihr was cool ist? Ich kann die Texte sogar noch. Was ich damals vor 10 Jahren in der Schule gelernt habe ist zwar weg, aber hauptsache ich kann noch „Beautiful People“ auswendig. Meine Prioritäten sind klar verteilt wie mir scheint.

Da es meine Eltern damals sicher nicht so extrem gut gefunden hätten, wenn ich mit 15 zu einem Slipknot Konzert gegangen wäre, habe ich das einfach mal gelassen. Also traf es sich sehr gut, dass dieses Wochenende das Highfield Festival gleich bei mir in der Nähe stattfand. Was für ein Zufall.

Freitag ging gleich richtig die Luzie ab mit Sum 41 (ich kann jedes Lied mitsingen) und Limp Bizkit (da kann ich jedes zweite Lied mitsingen). Ihr glaubt gar nicht wie sehr ich mich die ganze Woche darauf gefreut habe. Meine Nachbarn übrigens auch. Ich denke, die können jetzt auch jeden Song.

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Danach sind Skunk Anansie aufgetreten. Na halleluja – das Mäuschen hat es ja mal richtig drauf. BÄM! Am Ende des Abends gab’s noch eine Runde Scooter #döpdöpdöpdöödöödöpdöpdöp und danach ging es mit dem letzten Shuttle um 3 Uhr nach Hause. Da ich eher so die Tussi bin, lasse ich das mit dem Zelten einfach mal weg.

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Ich wäre noch so gerne in’s Partyzelt gegangen, aber dann wäre ich auf dem Festivalgelände gefangen gewesen, denn der nächste Shuttle wäre erst 13 Uhr gefahren.

Warum macht man sowas? Gerade solche Partypeople wie ich werden quasi zur Vernunft gezwungen und müssen dann Zähne putzen und ab in’s Bett. Das macht echt kein Sinn. Ich wünsche mir für nächstes Jahr einen Shuttle für früh um 7. Gern auch mit einer kleinen Minibar. Danke!

Samstag ging’s weiter mit Die Orsons – die Jungs sind der Oberknaller. Da bekommt man direkt gute Laune #vodkaapfelzimt. Danach sind wir schnell zur anderen Bühne rübergelaufen, weil um eine halbe Stunde versetzt Eagles of Death Metal gespielt haben. Dort war die Partylaune nicht ganz so ausgelassen. Wir wissen ja alle warum, aber wie hat der Sänger so schön gesagt: „Rock never dies!“

Zum Abschluss des Abends haben wir uns noch bei Annemaykantereit in den Armen gelegen und zu Rammstein unser langes Haar geschüttelt. Absolut gelungen.

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Und weil ich keine 20 mehr bin, habe ich den Sonntag ausgelassen. Man wird eben nicht jünger.

Fazit: Freitag war der Festivalstaub so schlimm, dass ich dachte, dass ich beim Burning Men bin. Mir tat am nächsten Tag so die Lunge weh – könnte aber auch an der Schachtel Zigaretten gelegen haben, die ich an dem Tag geraucht habe. Neeeee, es war der Staub!

Die Anfahrt war extrem aufregend und die verantwortlichen Mitarbeiter am Check-in Schalter waren sehr planlos und unfreundlich. Das Barpersonal war unfassbar nett und schnell. Das, was ich gegessen habe war sehr lecker und ich glaube, es war auch für jeden etwas dabei. Dass die Bands der Hammer waren, muss ich ja nicht nochmal betonen. Das lässt sich nur schwer toppen. Aber kann bitte Marilyn Manson nächstes Jahr kommen?

Ich war ja nun schon auf einigen Festivals – ich habe auch hier viele nette Leute kennnengelernt, jedoch waren viele sehr schlecht gelaunt und auch unfreundlich. Somit konnteman eher schlecht miteinander feiern und Spaß haben, sondern alle Grüppchen blieben für sich. Das ist sehr schade gewesen. Aber hey – ich hatte meinen Spaß.

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An alle, die noch auf dem Highfield sind – viel Spaß, ihr Verrückten. Die Oma geht jetzt auf die Couch und guckt gleich Tatort. Obwohl – vorher hör ich mir nochmal Sum 41 an. Nachbarn, macht die Fenster zu!

 

vantastique Grüße

Eure Sophie