Ossi trifft Nordlichter

Moin Moin Raketen :)

Ich habe mal zu meinem Geburtstag eine Karte von meinem lieben Freund für das Musical König der Löwen geschenkt bekommen. Da war die kleine Sophie natürlich überglücklich.

In meinen Gedanken habe ich schon mit Simba und Nala die Welt vor dem bösen Scar gerettet.

Also sind wir vor ein paar Wochen über das WE nach Hamburg gefahren um uns die Stadt und natürlich das berühmte Musical anzuschauen.

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romantisch essen liegt uns ja…

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Nach gefühlten 100 Stunden Fahrt und 300km langen Staus waren wir endlich da und haben sogleich die Stadt erkundet. Mit der U-Bahn, die eigentlich gar keine U-Bahn war, sondern eine Hochbahn (hab ich bis heute noch nicht verstanden?!) sind wir direkt von unserem Hotel in die City gedüst. Nach dieser langen Fahrt  mussten wir uns erstmal etwas zu essen jagen.

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Freitagabend. 19Uhr. Abendbrotszeit. Jedes Restaurant ist maßlos überfüllt.Sophie wird immer hungriger und wird auch bald zum Löwen.

Nachdem wir fast verhungert durch die Stadt geirrt sind und schon kurz davor waren zu Mc Donalds oder ins Vapiano zu gehen, haben wir eine kleine Burgerbude entdeckt. Vollkommen ausreichend um die Diva in mir mit Wein und Burger zu beruhigen.

 

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Wenn der Burger so groß ist wie dein Kopf, dann hast du alles richtig gemacht.

Danach haben wir uns mit unseren dicken Bäuchen den Sonnenuntergang an der Alster angeschaut. Da kann man nicht meckern – mit schönen Kulissen hat es Hamburg echt drauf.

 

Ein schöner erster Tag in Hamburg ging zuende und wir haben uns auf den Weg ins Hotel gemacht um die Füße hochzulegen und von einem schönen zweiten Tag zu träumen.

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 Also eigentlich wollten wir ja irgendwo frühstücken gehen. Aber da wir um 11Uhr immernoch im Bett lagen, sind wir einfach gleich zum Mittagessen übergegangen. Es gab leckeres italienisches Essen im Luigi’s und natürlich auch wieder einen Wein – so wie sich das gehört im Urlaub. :)

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Die Pizza habe ich übrigens nicht mal annähernd geschafft.

 

Und dann war es endlich so weit. Wir sind mit der Fähre zum Stage Theater gefahren. Ich als großer Menschenfreund war sehr glücklich darüber, dass nur gefühlte 3000 Menschen auf dem Schiff waren.  Da ist es immer so schön kuschlig – ein Traum.

Ich hatte vorsorglich mein halbes Beautycase dabei, weil ich mir schon denken konnte, dass ich die zwei Stunden sicher durchheulen werde.

Und so war es dann auch. Die ersten Töne von „Der ewige Kreis“ wurden gespielt und über meine Wangen ergoss sich ein Sturzbach. Ach war das schön. Das Bühnenbild, die Schauspieler, die Musik – es war wirklich alles wunderschön insziniert. So viel Gänsehaut hatte ich lange nicht mehr.

Aber einen Kritikpunkt gibt es. Das Lied „Kann es wirklich Liebe sein“ wurde umgeschrieben. Sowas kann man mit mir doch nicht machen. Ich kenne jeden Songtext von Disney und dann schreiben die einfach den Text um.

Ich wollte schon vollkommen erschüttert aufspringen und den richtigen Text reinrufen, habe mich dann aber doch stillschweigend dazu entschlossen einfach meinen Zorn hier rauszulassen. Check.

Nach zwei schönen Stunden und 5 Standing Ovations war es dann leider schon vorbei.

 

Und wenn ihr jetzt denkt, dass so ein Tag nicht schöner werden kann. HA! Doch, das kann er. Nach unserem schönen Disneyausflug haben uns liebe Freunde abgeholt. Wie das im Norden eben so ist, haben wir uns im strömenden Regen begrüßt. Aber egal, auch das konnte meine Freude nicht trüben.

Nach herzigen Umarmungen haben wir uns zum Abendbrot ins Einstein begeben. Das Essen und die Cocktails waren sehr lecker, aber dort gab es wohl das unmotivierteste und unfreundlichste Personal von ganz Hamburg. Liebe blonde Kellnerin – wenn man von den Gästen auf eine versiffte Ketchupflasche hingewiesen wird, dann sollte man sie auch richtig sauber machen und nicht nur so tun, um sie uns dann wieder auf den Tisch zu knallen. Ich weiß schonmal wer nicht Mitarbeiterin des Monats wird.

Es tut uns jedenfalls immernoch sehr Leid, dass wir dich mit unseren Extrawünschen beim Arbeiten gestört haben. Wer nimmt sich schon gern Ketchup aus einer sauberen Flasche – das wär ja Schwachsinn.

Nach sauberen 0 Euro Trinkgeld sind wir aufgebrochen zum nächsten Event. Ihr merkt schon – ein Highlight jagt das Nächste.

Liebe Freunde von uns, die eigentlich aus Dresden kommen haben an dem Tag beim Techno ist Grün Open Air aufgelegt. Was für ein Zufall. Da treffen sich die Ossis in Hamburg wieder. Also haben wir die zwei Jungs von Raumakustik dort überrascht. Nachdem der Security am Backstageeingang auch bemerkt hatte, dass wir fast den gleichen Dialekt haben wie die Jungs, die da oben auf dem Pult gerade an den Knöpfen drehen, hat er uns reingelassen. Sächsisch ist eben doch für was gut – es verbindet. #yeah

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Nach mehreren Umarmungen und „Hey, was macht ihr denn hier? Das ist ja voll krass!“-Sprüchen haben wir mit den anderen Partypeoplen in den Sonnenuntergang getanzt und sind danach mit den beiden auf die Reeperbahn gefahren.

Denn, ihr werdet es nicht glauben, dort haben ebenfalls noch Freunde von uns aus Leipzig aufgelegt. Max und Markus von Panik Pop haben im Docks gespielt. Aber bevor es soweit war haben wir erstmal alle ein Gläschen zusammen getrunken, waren beim Dönermann, haben uns zu sechst in einen Fotoautomaten gequetscht und sind natürlich eine Runde über die Reeperbahn gelaufen.

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Aller zwei Minuten kamen Junggesellenabschiede vorbei getorkelt. Da fragt man sich dann echt manchmal, ob sich der Partner das gut überlegt hat die zu heiraten.

Wenn mein zukünftiger Mann die T-Shirt Aufschrift „Ich bin der letzte aus dem geilen Wolfsrudel“ oder „Meine letzte Nacht in Freiheit – heute ist Jede dran!“ tragen würde, dann würde ich mir nochmal ernsthaft überlegen, ob das der Vater meiner Kinder werden soll. Aber jedem das Seine.

Jedenfalls sind die Jungs einmal durch die Herbertstraße gelaufen. Ich durfte da ja nicht mit rein – ich habe mir vorher sagen lassen, dass das wohl nicht so gut ankommt. Eigentlich voll diskriminierend. Pfff. Aber die Jungs meinten, dass Herbert eh nicht zuhause war. ;)

Ich habe in der Zeit ein wahnsinnig interessantes Gespräch von einer Prostituierten und ihrem zukünftigen Freier belauscht. Die junge Dame, die noch jünger war als ich, fand sich wahnsinnig heiß in ihren pinken Lackstiefeln, mit ihrem Leopardenkleid und ihrer weißen Jacke, die wie ein toter Yeti aussah. Und sie hat dem schüchternen Jungen vor ihr klargemacht dass „Qualität nunmal ihren Preis hat und wenn du das nicht verstehst, dann trab halt ab!“ BÄM – in your face.

Nach diesem kleinen Stückchen ernüchternder Realität sind wir wieder in Gefilde eingetaucht, in denen wir uns auskennen. Ab in den Docks Club.

Sehr schöne Location, tolle Leute und geile Musik.

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So. 4:30 Uhr. Ab ins Bett. Also haben wir uns ein Taxi gerufen. Wenn man dem Taxifahrer dann mitteilt, in welches Hotel man möchte und der antwortet: „Na das wird aber teuer!“ Was soll man dann sagen?

OK, alles klar. Rutsch mal rüber, ich fahr selbst? Oder – achso, na wenn das so ist dann laufe ich die 30km lieber?! Hamburg hat ja echt die nettesten Taxifahrer. Die sind bestimmt alle mit den Ketchupkellnerinnen aus’m Einstein verheiratet.

Am nächsten Tag haben wir noch bis Mittag geschlafen und sind dann erfüllt mit vielen neuen Eindrücken und ganz viel Liebe im Herzen Richtung Heimat gestartet. Aber natürlich nicht ohne vorher ein XXL Franzbrötchen zu essen. Ich habe nämlich gehört, das muss man unbedingt gegessen haben, wenn man in Hamburg ist. Hab ich gemacht – wie versprochen, Steffi. ;)

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Bye Bye Hamburg. Wir kommen definitiv irgendwann wieder. Entweder zum nächsten Disneymusical oder um ein paar Go-Go Girls auf der Reeperbahn einen Schein in den Schlüpper zu stecken. :)

Habt noch einen vantastiquen Dienstag!