Ronja’s Räubertöchter

Hallo Raketen,

es gibt so Tage, da muss man einfach mal raus und die Welt erkunden! Gesagt, getan! Also bin ich mit einer Freundin Sonntagmittag auf die Räder gestiegen und wir haben uns einfach treiben lassen.

Keine Pläne haben, sondern einfach loslegen und sich überraschen lassen – spitze! :)

Der Wind hat uns zuerst nach Eutritzsch getrieben. Wir hatten zuvor gehört, dass es dort irgendwo ein Open Air geben soll. Ewig haben wir gesucht und nichts gefunden. Aber durch Zufall sind wir am alten Postbahnhof gelandet. Deswegen mussten wir erstmal auf Entdeckungstour gehen.

Rumräubern fetzt. Und mit Prinzessinnenbechern gleich noch viel mehr. :)

Nachdem wir also in alle Ecken geguckt haben und unsere Hosen und Schuhe dreckig genug waren (räubern erfordert auch Opfer!) sind wir einmal quer durch die Stadt an’s Elsterflutbecken gefahren. Zuvor wollten wir eigentlich noch 15 Uhr zum Seifenblasen Flashmob am Augustusplatz, aber beim Räubern vergisst man die Zeit.

Also ging es direkt an die Elster zur Fête de la musique – das Fest der Musik. Denn jedes Jahr zum Sommeranfang, am 21.06. wird in über 54o Städten auf der Welt kostenlose Musik angeboten. Überall in der Stadt verteilt treten Bands, DJ’s oder Chöre auf. Diese spielen die verschiedensten Stilrichtungen und das vollkommen gratis, weil alle ohne Gage auftreten.

Wer da nicht mal auf Entdeckungstour geht ist ja selbst Schuld.

An der Elster angekommen haben sich auch so langsam die Wolken gelichtet und die Sonne kam zum Vorschein. Mein Leipzig lob‘ ich mir. <3

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Ein paar Freunde und Bekannte haben wir auch auf der Wiese getroffen. Meist sieht man auf solchen Veranstaltungen immer die gleichen Gestalten, aber Leipzig ist eben auch manchmal nur ein Dorf. :)

Jedenfalls haben wir uns erstmal auf die Decke gelegt, der Musik gelauscht, unsere Prinzessinnenbecher wieder aufgefüllt und uns von netten und lustigen Gesprächen berieseln lassen.

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Ein paar Stunden später wurde dann beschlossen, dass wir nochmal „kurz“ in die nächste Location radeln.

Wenn mehrere wilde Partypeople beschließen nur mal „kurz – auf ein Getränk“ auf eine Party zu gehen, dann kann sich jeder ausmalen wie das endet. Aber lustig wird es immer …

Also ab auf die Räder und weiter zum Täubchenthal nach Plagwitz. Wenn man so durch Leipzig radelt kann man schonmal schnell vergessen, dass man eigentlich mitten in der Innenstadt ist bei dem ganzen Grün ringsherum.

Nur riecht es hier nicht nach Dorf. Sondern eher nach einem Hauch Ruhelosigkeit, Weinschorle, Sommerfröhlichkeit und Herzklopfen. Finde ich persönlich ja um einiges besser.

Vor dem Täubchenthal gab es schon fast keine Fahrradparkplätze mehr für uns, denn die Location war gegen 20Uhr gut gefüllt – wie auch die Gäste.

Fröhliche Leute sind zu Rockmusik durch die Gegend getanzt. Obwohl das für mich immer nur nach wildem Kopfgewackel und unrhythmischen Turnübungen aussieht. Aber so denken die sicher auch von uns Electrofans.

Die Securitys hatten schlechte Laune und haben uns angepöbelt, dass wir das 70€ teure Parfüm draußen zu lassen. Wir könnten damit ja andere Menschen verletzen !!! Ahja, is‘ klar.. Und wenn man anfängt zu riechen verletzt man wohl niemanden, oder was?!

Naja, wenigstens war das Barpersonal auf Zack und die restlichen Partypeople gut drauf.

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Eigentlich wollte ich ja spätestens 21Uhr zuhause sein, aber wenn ein Sommerabend so angenehm ist, dann bleibt man doch gerne noch 3 Stunden länger. Obwohl ich am nächsten Tag um 6Uhr auf Arbeit sein musste. Wie vorhin schon gesagt – rumräubern erfordert nunmal Opfer.

Aber meinen Schlaf würde ich für nichts lieber opfern als für Freunde, gute Musik, kalte Getränke und ein glückerfülltes Sophieherz. <3

Ich wünsche euch noch einen tollen Sonntag – vielleicht seid ihr ja auch gerade auf einem vantastiquen Open Air. Geht bloß noch nicht nach Hause. ;)