Vom Gin des Lebens

Hallo Raketen,

hab ich jetzt wirkliche eine Woche gebraucht um mich zu regenerieren? Ich glaube ja. Huch.

Also solche verlängerten Wochenenden sind wirklich nicht gut für die körperliche Verfassung. Zum Glück kann man sich unter der Woche ausruhen damit man am Wochenende wieder fit ist. So läuft das doch, oder?

Mein Samstag war aber auch etwas heftig, dass ich wirklich noch ein paar Tage zu tun hatte. Ich bin ja schließlich keine 20 mehr.

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Und zwar war ich letzten Samstag im Werk 2. Das letzte Mal war ich vor 2 Monaten dort und davor vor 10 Jahren. So richtig viel hat sich nicht geändert. Es ist immernoch extrem warm, voll und am Einlass steht man gefühlte 100 Stunden an. Aber die Preise sind top. Und es ist jetzt nicht mehr weit weg von mir. Also zwei Pluspunkte die man nicht außer Acht lassen sollte.

Als ich vor zwei Monaten im Werk war, bin ich einfach kackendreist hoch auf’s DJ Pult gegangen und hab die DJ’s gefragt, ob ich bei ihnen rauchen darf. In dem Moment dachte ich mir – wer kann meinem betrunkenen Charme schon widerstehen? Und als ehemalige DJ Freundin weiß ich, dass man IMMER hinter dem Pult rauchen darf. Das steht wohl für künstlerische Freiheit. Egal, jedenfalls musste ich nicht in der Kälte stehen und habe auch noch nette Leute kennengelernt. Lief also alles perfekt.

Und weil es so witzig war, sind wir letztes Wochenende wieder hingegangen. Diesmal mit Gästelistenplatz alias die Miezenliste. Danke nochmal, liebster Arne. :)

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Als wir ankamen ging es erstmal zur Bar. Wen wundert das eigentlich noch bei uns. Schnell einen Kirsch hintergekippt und die restlichen haben wir irgendwie probiert halbwegs durch die Menschenmassen zum Pult zu bugsieren ohne alles zu verschütten. Unmöglich.

Also gab es dann noch einen halben Dankeschön-Kirsch. Das macht man so. Gehört sich so in der Party/Gästelisten/DJ/Sauf – Szene.

Und dann ging’s ab. I say Disco. You say Party. Disco, Disco. Party, Party!

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Tanzen. Vodka. Rauchen. Tanzen. Vodka. Doofes Zeug quatschen. Kirsch. Rauchen. Tanzen. Tanzen. Vodka. Huch, schon halb 6.

Ihr erinnert euch – letzten Sonntag war Muttertag?! Diesbezüglich hatte ich meiner Freundin im Vorfeld gesagt, dass ich nicht so lange kann, weil ich mit Mama zum Frühstück verabredet bin. Hat also wieder super geklappt.

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Um 7 standen wir dann vor dem Club. Es gab zwei Möglichkeiten.

Plan A: Nach Hause gehen und noch zwei Stunden hinlegen. Auf die Gefahr hin, dass man direkt ins Koma fällt und den Wecker nicht hört.

Plan B: Durchmachen.

Was glaubt ihr für welchen Plan wir uns entschieden haben? Ja, genau…

Wie es der Zufall so wollte haben wir einen freundlichen jungen Mann kennengelernt. Unser Gespräch verlief so:

  • Ich: Guuuuten Morgeeen!
  • Er: Guten Morgen.
  • Ich: Warum hast du was zu trinken in der Hand und ich nicht? (Da kommt wieder dieses verwöhnte Einzelkind durch – furchtbar!)
  • Er: Ich komme gerade von Arbeit und trinke mein Feierabendbier. Willste was?
  • Ich: Ansich gerne, aber ich trinke kein Bier.
  • Er: Naja, wenn ihr Lust habt – ich hab noch Gin, Gingerale und Gurke zuhause!

Na bitte! Das sind die Worte, bei denen ich überlege einen Heiratsantrag zu machen.

An dieser Stelle sei gesagt, dass man nicht mit zu fremden Männern nach Hause geht und sich von ihnen Alkohol einflößen lässt. Das ist unverantwortlich! Aber es war ja schon hell, ich hatte meine Freundin dabei und wir sind nunmal unbesiegbar. Tja..

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Nach 2 Stunden auf seinem Balkon sind wir wieder los. Falls du das lesen solltest- war schön bei dir! Machen wir nächsten Monat wieder. :) So können auch Freundschaften entstehen. Verrückt!

Nun galt es noch eine Stunde zu überbrücken. Also haben wir uns in den Park gelegt und die Sonne genossen. Damit wir nicht einschlafen haben wir Disneylieder gesungen und unsere Freunde angerufen und ihnen einen guten Morgen gewünscht! Kann man mal machen…

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Dann haben wir meiner Mama noch einen kleinen Gänseblümchenstrauß im Park gepflückt und ab ging es zum Frühstück. Leicht übermüdet, aber wer saufen kann, kann auch mit Mama frühstücken!

Danke, dass du nicht böse auf deine Räubertochter warst. Aber sind wir mal ehrlich – das sind die Gene. Ich kann quasi nichts dafür. :)

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vantastique Grüße

Eure Sophie

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