Wild ist anders…

Hallo Raketen,

am Wochenende war viel los bei mir. Wie das so war und warum Alkohol in manchen Situationen eben doch Sinn macht, das erzähle ich euch jetzt:

Leipzig Courage zeigen

Nachdem ich von Freitag auf Samstag angenehme 11 Stunden geschlafen habe – ja, man kann nicht immer wild sein – musste ich den Rest des Wochenendes was erleben. Da traf es sich doch gut, dass über unserem schönen Leipzig so vantastique die Sonne geschienen hat. Herrlich war’s! Also ab auf’s Rad, ein paar Freunde geschnappt und schon waren wir in der Stadt. War auch kaum voll. Weswegen wir uns erstmal in den „Park“ vor dem Hugendubel mit einer Flasche Prosecco verzogen haben.

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Erstmal Lage checken. Eine rauchen. Am Becher nippen. Menschen beobachten. Von der anstrengenden 5 minütigen Fahrt erholen. Sonne genießen.

Auf dem Marktplatz war ganz schön was los. Von der Bühne drangen ein paar Reggae Beats an unsere Ohren. Da mussten wir dann doch mal gucken was los ist und haben eine Runde durch die Innenstadt gedreht. Und der Prosecco war leer –wir mussten also eh aufstehen.
Wie zu erwarten war, waren überall Stände aufgebaut. Nach 10 Minuten hatte ich gefühlte 100 Flyer in der Hand.

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Ich mag solche Veranstaltungen. Ich mag es, dass sich meine Stadt gegen Fremdenfeindlichkeit stark macht und ein Zeichen für Frieden setzt. So gehört sich das! #meinleipziglobichmir

Freundezeit

Nachdem wir nun alle ein wenig Courage gezeigt haben, ging es erstmal nach Hause auf den Balkon. Noch ein bisschen in der Sonne sitzen, quatschen und – naja, machen wir uns nichts vor – Prosecco trinken. Und wenn 6 Hühner auf einem Balkon sitzen, dann kann sich das schon mal über mehrere Stunden ziehen. Wer kennt das nicht.

Der Plan für den Samstag war folgender: Wir gehen auf den Marktplatz und trinken danach noch 1-2 Gläser und dann gehen wir nach Hause.

Wir gehen heute NICHT weg. Wir bleiben heute mal mit unseren Ärschen auf der Couch und gehen zeitig in’s Bett! Das war der Plan. Tja.. Wurde nichts. War ja klar.

Soundso

Nachdem ich ja nun vor ein paar Monaten aus Eutritzsch weggezogen bin, macht dort natürlich ein neuer Club auf. Ja nee, ist klar. Ihr mich auch. Pfff!
Also sind wir von der Südvorstadt in den Norden gefahren. Zurück in meine alte Hood.
All unsere Freunde, die bisher dort waren, haben davon geschwärmt. Die sind schon den ganzen Tag dort rumgesprungen und waren der Meinung, dass wir uns das unbedingt mal anschauen müssen. Und uns wurde versprochen, dass dort die heißesten Typen von Leipzig warten– wo waren die als ich noch dort gewohnt habe? Jedenfalls – gesagt, getan…
8€ Eintritt inklusive Abtasten. Die Location ist wirklich richtig cool. Als tagsüber noch die Sonne in dem kleinen Innenhof geschienen hat, war es sicher sehr entspannt dort abzuhängen.

Der Floor war gut gefüllt und ich mittlerweile auch. Trotzdem ging es erstmal an die Bar. Vodka Cola, bitte.6€ ohne Pfand. Danke! So weit, so gut.
Mit Getränk und einem breiten Grinsen haben wir uns in die erste Reihe des dunklen und rauchigen Floors gedrängelt. 1.Reihe ist wichtig. Also, falls uns mal jemand sucht…

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Wir tanzen also so eine halbe Stunde vor uns hin und in dieser Zeit hat es der DJ geschafft 3 Mal!!! Die Musik auszumachen. Einmal – ok. Zweimal – blöd gelaufen. Aber dreimal?? Meine Laune war im Keller. Wir wollten weg. Schöne Männer hab ich auch nicht wirklich gesehen..
Normale Menschen würden jetzt nach Hause gehen…

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Nightfever

Ja, normale Menschen. Aber nicht wir. Wir müssen ja noch irgendwas erleben.
Die immerwährende Geheimwaffe: Nightfever! Wenn jede Party Scheiße ist in Leipzig, das Nightfever hat uns noch nie enttäuscht! Bis dato…

Ich muss dazu sagen, dass wir die letzten zwei Jahre fast dort gewohnt haben. Wir kannten die Türsteher, die Barleute und den DJ. Mit unserem Lieblings-DJ war es irgendwann soweit, dass ich nur noch gegrüßt habe und er genau wusste was wir hören wollen. Nämlich: Britney Spears, Spice Girls, Backstreet Boys UND – ganz wichtig!- Barbie Girl!

Tja, und nun? Kein Lieblings-DJ, keine bekannten Türsteher und Barleute. Dazu kostet es jetzt Eintritt und die Getränkepreise sind höher. Ach und das Wichtigste! Der DJ! Auf meine nette Frage hin, ob er bitte Barbie Girl spielen kann, antwortet er: „Also, Mädchen. Ich spiele zwar viel, aber nicht alles.“ Stellt euch an dieser Stelle bitte vor wie ich ihn mit meinen Blicken getötet habe!

So. 3Uhr. 2 Reinfälle. 2 Promille – vielleicht auch 3. Ab nach Hause. Wären wir mal zuhause geblieben, so wie wir es geplant hatten. Ärgerlich! Aber es kann ja nicht immer toll sein.

Zumindest hat sich der Pedant in mir gefreut, als ich am nächsten Tag gesehen habe, dass sich der Einlass viel Mühe mit den Stempeln gegeben hat. Das hatte zumindest seine Ordnung.

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Das (Party)Leben kann eben nicht immer vantastique sein, aber wenn man seine Freunde dabei hat, dann macht auch das Spaß! Wie wir das Wochenende dann doch noch gerettet haben, das erzähle ich euch morgen.

vantastique Grüße

Eure Sophie

 

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